Zielona Gora - Przylep 2011

FG in bester Gesellschaft

Fliegerlager in Polen

 

Moin!

Die Luftsportjugend Hamburg hat sich für 2011 den Flugplatz Przylep bei Zielona Gora / Polen für das diesjährige Sommerfluglager ausgeguckt. Heiko nimmt mit der FG 2 Wochen lang teil und da der Platz nur ein paar Kilometer südlich des berühmten "Zauberwalds" liegt, sind die Erwrtungen dementsprechend hoch.

 

Anreise am 23.7.2011

Bei der Abfahrt der FG um 5 nach 10 waren die anderen Anhänger schon fast alle vom Hof, haben sich aber nicht besonders weit absetzen könne, da der ganze Trupp aus mehr Anhänger-Anfängern, als Profis bestand. So war denn auch der geplante Mittagsstop um 13 Uhr am Linumer Bruch nicht für alle pünktlich erreichbar. Trotzdem haben wir uns dort alle wieder gesehen und dann den 2. Teil der Reise wieder in loser Reihenfolge in Angriff genommen.

Die FG rollte als erste in Przylep auf den Hof und nicht nur der Anhänger, sondern auch die Zelte von Bente und Heiko konnten auf den besten Plätzen abgestellt werden ;-)

 

Erster Tag / 24.7.2011

Der erste Tag war schon der Vorbote des Unheils, wenn es auch halbwegs trocken und sonnig war. Allerdings wurde die Sonne noch gebraucht, um den fast komplett abgesoffenen Flugplatz wieder trocken zu legen. In Przylep gab es vor einer Woche eine neue Winde mit Kunststoffseilen und die mögen es gar nicht, durch Schlamm und Dreck ausgezogen zu werden.

Also hieß es abwarten und Flugzeuge auf- bzw. abbauen. Die beiden ASK21 und der Astir durften während der 2 Wochen in den Hangar des AZL, wozu aber erstmal ein paar einheimische Flieger abgerüstet werden mußten. Anschließend wurden die Segnungen der modernen Hochkultur in Form des örtlichen TESCO begutachtet, der so einfache Öffnungszeiten angeschlagen hatte die man grob mit "immer" übersetzen kann. 24/7 stand in großen Lettern an der Tür ;-) Somit war der Biernachschub also gesichert.

 

Zweiter Tag / 25.7.2011

aufstehen bei Sonnenschein und 19°C ist für ein Sommerlager grade noch eben so akzeptabel und nach dem schon bekannten Frühstück im Flugplatzrestaurant ging es zum ersten großen Briefing mit den üblichen Infos zu Flugplatz, Platzrunde und Luftraum.

Anschließend raus in die Sonne und alle Flugzeuge aufrüsten, inkl. der FG. Wozu sonst, wenn nicht zum Fliegen ist denn das Libellchen hier? Also ab an den Start und zusammen mit LS4 und Astir einen Plan ausgeheckt, wo man denn mal hin könnte. Das Wetterbriefing hat schon vor breit laufenden Cu und Abschirmung ab Nachmittags gewarnt, sodaß der Plan erstmal nach Süd-Westen gegen das Wetter zu fliegen gefasst wurde. Gesagt, getan... hat auch am Ende eine riesen Strecke von 130km mit einem Hammerschnitt von 48km/h ergeben. Es war also ein Granaten-Wetter ;-)

http://www.onlinecontest.org/olc-2.0/gliding/flightinfo.html?flightId=1650825313

 

Dritter Tag / 26.7.2011

Großkotzig nur den Anhänger mal aufgemacht, um die Libelle zu streicheln, da das gleiche Wetter wie am Vortag zu erwarten war. Dafür dann am üblichen Fluglagerleben teilgenommen und einen kurzen Erfrischungsflug mit der ASK21 von etwa 2h vorgenommen. Mein Passagier mußte einige Flüche über das fette und unwillige Flugzeug mit anhören ;-)

Hauptsache in der Luft gewesen und mal wieder 30km/h schneller geflogen, als mit der Libelle möglich...

 

Vierter Tag / 27.7.2011 bis neunter Tag / 1.8.2011

Wetter nicht vorhanden, Flugzeit 0, Stimmung auf dem Null-Punkt, Bierkonsum: unermesslich. Dazu paßt ein Zitat aus dem Fratzenbuch nach dem Wettbewerb in Stölln (Junioren-Quali Club und Standard): "jetzt erstmal die Leber zum trocknen raus hängen"

 

Um es kurz zu machen

Auch in der 2. Woche des Fluglagers wurden zwar einige Schulstarts gemacht und die Schüler hatten alle viele Starts, als wir bei strahlendem Sonnenschein und 29°C am 6.8.2011 wieder abgereist sind, aber die Libelle hat nur noch einmal die Luft über Przylep um die nase bekommen und durfte mal ein stück weiter Richtung Osten vor stoßen, wobei man bei den Strecken nicht von Überlandflügen reden kann...

http://www.onlinecontest.org/olc-2.0/gliding/flightinfo.html?flightId=-1820254650

 

Wenigstens gab es im östlichen Deutschland herrlichstes Wetter, jede Menge große Fette mit schwarzer Unterkante und eine Wettergrenze etwa 50km westlich von Berlin, sodas die Schmerzen der 4/8 Cu-Bewölkung Brandenburgs vom dunkler werdenden Meck-Pom und Schleswig-Holstein wieder gelindert wurden.

 

Was soll man dazu sagen... 2 Wochen Fliegerlager in einer der besten Ecken Zentral-Europas und die Libelle hat knapp 4:15h mehr Flugzeit auf dem Buckel. Extrem bescheiden, aber polnisches Bier kann ich jedem wärmstens empfehlen.

 

Fotos lade ich dann in Kürze mal in's Picasso-Web und melde das auf der Startseite.

 

Nächstes Jahr mehr Glück mit dem Wetter wäre mal wieder schön. Laut OLC seit Klix nie wieder ein Barogramm, auf dem die 2000m-Linie gebaucht wurde.